08 AugGuter Sex

Guter Sex

Wußtest Du, daß man der Haut ansehen kann, ob eine Person sexuell aktiv ist oder nicht.

1 . Sex ist eine Schönheitsbehandlung. Wissenschaftliche Tests haben bewiesen, daß Frauen beim Sex maßenhaft Östrogen Hormone produzieren, die für glänzende Haare und wunderschöne Haut sorgen.

2 . Sanftes, relaxendes ‘Liebe machen’ reduziert Dermatitis, Hautausschläge und andere Makel der Haut. Der produzierte Schweiß reinigt die Poren und bringt Ihre Haut zum glühen.

3 . ‘Liebe machen’ kann jene Kalorien verbrennen, die Sie während des romantischen Abendessens zu sich genommen haben.

4 . Sex ist einer der sichersten Sports den man betreiben kann. Er dehnt und kräftigt nahezu jeden Muskel im Körper. Es ist vergnüglicher als 20 Runden zu schwimmen und man braucht keine speziellen Turnschuhe!

5 . Sex ist ein schnelles Heilmittel für sanfte Depression. Beim Sex wird im Körper Endorphin in den Blutkreislauf freigesetzt, dies produziert eine Art Euphorie und hinterläßt ein Wohlgefühl.

6 . Je mehr Sex man hat, desto mehr wird einem angeboten. Ein sexuell aktiver Körper verbreitet größere Mengen an Chemikalien, die Pheromone genannt werden. Diese subtilen Geschlechterparfüms machen das andere Geschlecht verrückt!

7 . Sex ist das sicherste Beruhigungsmittel der Welt. ES IST 10 MAL WIRKSAMER ALS VALIUM.

8. Jeden Tag zu küssen, hält den Zahnarzt fern. Küssen produziert Speichel, der die Nahrung von den Zähnen wäscht und senkt den Säuregehalt, der Zerfall verursacht und somit wird Plaque-Aufbau verhindert.

9 . Sex beruhigt tatsächlich Kopfschmerzen. Eine Liebes-Session kann die Verspannungen der Blutgefässe im Gehirn entspannen.

10 . Viel Sex kann eine verstopfte Nase befreien. Sex ist ein nationales Antihistamin. Es kann helfen, Asthma und Heuschnupfen zu bekämpfen.

Diese Nachricht wurde Dir geschickt, um Dir Glück beim Sex zu bringen.
Das Original ist in einem Zimmer in Malaysia. Sie wurde bereits neunmal rund um die Welt gesandt.

Jetzt wurde Dir Sex zugesandt. Die “Heiße Sex Fee” besucht Dich irgendwann innerhalb eines Monats nach Erhalt dieser Nachricht, sende diese Nachricht wiederum weiter.

Wenn Du es nicht tust, wirst Du für den Rest Deines Lebens nie wieder guten Sex haben. Schlußendlich wirst Du zölibatös und Deine Genitalien verrotten und fallen ab.

Dies ist kein Witz! Sende Kopien an Leute von denen Du denkst, daß sie Sex brauchen (wer tut das nicht?)

Sende kein Geld, da das Schicksal Deiner Genitalien keinen Preis hat.
Behalte diese Nachricht nicht. Diese Nachricht muß innerhalb von 96 Stunden weiter gesendet werden.

Bitte sende zehn Kopien weiter und warte ab, was in vier Tagen geschieht.

Da die Kopie um die Welt gehen muß, mußt Du sie senden. Dies ist wahr, sogar wenn Du nicht abergläubisch bist.

GUTER SEX, aber bitte erinnere Dich: 10 Kopien dieser Nachricht müssen innerhalb 96 Stunden per Email verschickt werden, oder Du hast für den Rest Deines Lebens keinen guten Sex mehr!!!!

09 JunWir verbieten den Frauen das Autofahren!

Wir verbieten den Frauen das Autofahren!

Freitagabend und ich bin zu Hause; wenn man schon nicht säuft, kann man sich ja mal produktiv mit den Problemen seines Heimatlandes befassen.

Welche Probleme belasten uns am meisten?
Arbeitslosigkeit?
Soziale Ungerechtigkeit?
Gewalt unter Jugendlichen?
Verkehrschaos?
Terror der Ökonomie?
Mangelnder Gesundheitszustand der Gesamtbevölkerung?

Für alle diese Fragen habe ich eine ernstgemeinte Lösung, die so einfach und so logisch ist, dass Ihr Euch auf den Oberschenkel hauen könntet und sagt:
“Mensch, da hätte ich auch drauf kommen können”.

Ganz einfach:

Wir verbieten den Frauen das Autofahren!

Klingt vielleicht ein bisschen chauvinistisch – ist es aber nicht! Wenn Frauen nicht Auto fahren dürften, könnten einige keinen Job annehmen und somit wäre für viele arbeitslose Männer wieder eine Tätigkeit gefunden.

Dadurch schaffen wir zwar keine Arbeitsplätze, aber die vorhandenen würden gerechter unter die Haushalte aufgeteilt und somit wäre der drohenden sozialen Ungerechtigkeit entgegen gewirkt.

Frauen wären nicht so mobil und würden mehr Zeit der Kindererziehung widmen, was unserer Jugend zu Gute kommen würde. Da sich unsere Kinder, aufgrund der intensiveren Erziehung, weniger Drogen und Verbrechen hingeben, ist das Problem der Jugendkriminalität gebannt.

Je weniger weibliche Autofahrer, desto weniger Autos, was nicht nur unserer gebeutelten Umwelt zu Gute kommen würde, sondern auch dem Verkehrschaos ein Ende setzen würde. Der gefährliche CO2-Ausstoß wäre stark reduziert und unsere Strassen wären ruhiger = sicherer = weniger Verkehrstote.

Ein vielleicht unbeachteter Punkt ist der, dass die Frau bei der örtlichen Bindung an ihren Wohnsitz nur lokale Geschäfte nützen könnte, was die grossen Handelsketten in fernabgelegenen Industriegebieten deutlich zu Gunsten der kleinen Tante-Emma-Läden oder Wochenmärkte schwächt. Die mobile Eingrenzung der Frau hätte somit auch einen Effekt auf den Terror der Grossindustrie.

Da die Frau nun mehr Zeit zu Hause verbringt, sollte frische Hausmannskost den Mikrowellenpseudofraß ersetzen, was die Ernährung und somit die Gesundheit der Schweizer wesentlich verbessert. Somit würden wir auch das Budget unserer Krankenkassen entlasten. Das nicht genutzte Kapital könnte man für die Krebs- oder Aidsforschung verwenden.
Vereinfacht: Frauen weg vom Steuer = weniger Krebs.

Frauen beschweren sich doch immer, dass sie sich auf den Strassen nicht sicher fühlen. Ich würde sagen, ein Grund mehr für sie, zu Hause zu bleiben. Ich denke mit meinen Ausführungen auch an die Frauen, denen ich nicht mehr die Gefahr des alltäglichen Strassenverkehrs oder dunkler Parkhäuser zumuten möchte.

Fazit: Ich denke, es gäbe noch ein Dutzend weiterer Gründe, die meine These bekräftigen, aber was spricht denn dagegen?

Nur weil Frauen unbedingt Autofahren wollen, setzen sie das Glück unserer Jugend aufs Spiel?

Nehmen die immer schlimmerwerdende soziale Ungerechtigkeit in Kauf? Unser Ozonloch wächst ständig und die Städte quirlen nur so über, weil Frauen nicht auf eine angewohnte Bequemlichkeit verzichten wollen. Ich finde die Einstellung der Frauen sehr egoistisch und fordere jeden auf, meinen Vorschlag in jeglicher Form zu unterstützen.

27 MaiWelche Vorteile es hat, ein Mann bzw. eine Frau zu sein?

Welche Vorteile es hat, ein Mann bzw. eine Frau zu sein ?

Welche Vorteile es hat, ein Mann zu sein
Welche Vorteile es hat, eine Frau zu sein

Telefongespräche dauern nur 30 Sekunden
Du brauchst kein Handy, um interessant zu wirken

Die Schlangen vor dem Klo sind 80% kürzer
Auf Deinem Klo riecht es nicht so, als ob Deine Vorgängerin mit dem Zielen Probleme gehabt hätte

Alten Freunden ist es egal, ob Du zu- oder abgenommen hast
Wenn Du abgenommen hast, platzen alle vor Neid

Wenn Du durch TV-Programme zappst, brauchst Du nicht anhalten, wenn Du jemanden weinen siehst
Wenn Du durch TV-Programme zappst, brauchst Du nicht anhalten, wenn Du einen Fußball siehst

Deine Orgasmen sind nicht vorgetäuscht
Du kannst einen Orgasmus auch mal vortäuschen

Du mußt nicht in Grüppchen auf’s Klo gehen
Wenn Du mit Deinen Freundinnen auf’s Klo gehst, wird sich keiner was dabei denken

Beim Sex mußt Du nicht um Deinen Ruf besorgt sein
Du kannst beim Sex auch mal an etwas interessanteres denken

Deine Unterwäsche kostet 15,- DM im Dreierpack
Du brauchst gar keine Unterwäsche

Du kannst 90% Deiner Zeit nach dem Aufstehen an Sex denken
Wenn Du an Sex denkst, merkt es keiner

Dir sind drei Paar Schuhe mehr als genug
Du brauchst nicht eine einzige Krawatte

Du kannst Dein T-Shirt einfach ausziehen, wenn Dir zu heiß ist
Wenn Du Dein T-Shirt ausziehst, wird den anderen heiß

Du brauchst Deine Wohnung nicht jedesmal putzen, wenn Besuch kommt Du mußt nicht täglich die Bettwäsche wechseln, weil Du so schön geträumt hast

Du kannst mit gespreizten Beinen sitzen, ohne darüber nachdenken zu müssen, was Du gerade anhast
Du kannst Deine Beine über-einanderschlagen, ohne daß jemand denkt, Du wärest schwul

Du bekommst für die gleiche Arbeit mehr Geld
Du kannst mit Sex Geld verdienen

Du kannst einen Freund besuchen, ohne ihm ein Geschenk mitzubringen Wenn Dein Freund Dich besucht, bringt er Dir ein Geschenk mit

Du kannst Kondome kaufen, ohne daß sich der Verkäufer vorstellt wie Du wohl nackt aussiehst
Du kannst die Pille kaufen, ohne daß Dir der Apotheker eine Packung “Viagra” gibt

Pornofilme sind für DICH gemacht
In Pornofilmen spielst DU die Hauptrolle

Daß Dir eine Person nicht sympathisch ist, heißt noch lange nicht, daß Du Dir keinen Sex mit ihr vorstellen kannst
Du kannst einer Person, die Dir unsympatisch ist, einen Korb geben. Keiner wird denken, Du hättest vielleicht eine Lendenschwäche

12 NovDu musst deinen Alkoholkonsum senken…

Du musst deinen Alkoholkonsum senken…

wenn du die Raten deines neuen Autos mit Pfandflaschen zahlst!
wenn du als Feuerspucker auftreten kannst, ohne vorher einen Schluck Spiritus zu nehmen!
wenn du auf dem Weg zu deinem Büro von sämtlichen Pennbrüdern der Gegend mit Vornamen begrüßt wirst!
wenn das Winzerfest deiner Heimatstadt nach dir benannt wird!
wenn an deiner Tür ständig fremde Leute klingeln, weil sie in deiner Bude eine Getränke-Großhandlung vermuten!
wenn die Schnapsbrenner ihre Angebote nicht an den Handel schicken, sondern direkt an dich!
wenn die Brauereien während deiner Urlaubszeit Kurzarbeit einlegen müssen!
wenn du morgens im Schaufenster eines Möbelladens aufwachst!
wenn du Fliegen nur noch anzuhauchen brauchst, anstatt hinter ihnen herzujagen!
wenn du eine Mietrechnung für die Ausnüchterungszelle bekommst – wegen Dauerbenutzung!
wenn sich der Wirt, der immer jammert, dass du sein einzigster Gast bist, jedes Jahr einen Luxusurlaub in Florida leisten kann!
wenn du beim aufwachen am nächsten Morgen den Glöckner von Notre Dame neben dir im Bett findest!
wenn du vergeblich versuchst, deine Bestellung für “200 Mausefallen für weiße Mäuse” am nächsten Tag wieder rückgängig zu machen!
wenn sich Blutproben von dir zu einem unerwarteten Exportschlager für transsilvanische Kneipen entwickeln!
wenn bei deiner Blutuntersuchung jedes Mal der Analyse-Computer zerlegt wird, weil die Techniker sicher sind, dass es so etwas nicht gibt!
wenn eine Bestattung auf See für dich nicht in Frage kommt, weil dann ein Massen-Fischsterben befürchtet wird!
wenn auch deine Feuerbestattung verboten wird, wegen Explosionsgefahr!

16 OktTagebuch eines Beruftrinkers

Beruftrinker

Tagebuch eines Beruftrinkers

28.01.
Schlafstörungen, Kopfkissen in Wodka getränkt. Lautes nächtliches Pfeifen lässt sich nicht lokalisieren. Gegen Morgen Heizkörper abgeschraubt, keine Änderung. In der Nacht wieder Angst, vor dem Fenster könnten Aboriginies auf Traumtröten blasen.

30.01.
Unverändert Schlafstörungen. Gläschen zählen erfolglos. Fläschchen Baldriantinktur (68%) ex. Hätte sicher Schlaf gefunden, wenn sich die Nachbarskatze nicht schreiend auf meinem Gesicht gewälzt hätte. Hände gerungen. Schwedenbitter, Harndrang.

12.02.
Früh zu Bett, um Mitternacht wegen Schlaflosigkeit wieder aufgestanden. Unter Zuhilfenahme aller Finger mindestens bis fünfzehn gezählt, dabei manches Mal die Augen verdreht und den Mund verzogen. Nachbarkeller aufgebrochen, getrunken.

14.02.
Teures Mittel gegen Magnesiummangel gekauft. Viel von Parallel-Universen gelesen, versucht hinzugelangen, hässlicher Sturz. Noch am Boden liegend Wunder erlebt! Verstorbener Großvater erschien, um mir Scharlachbergflasche hinzustellen. Grosse Hilfe.

20.02.
Ich warf alles nach jedem. Ruhe erlangt durch Insel-Samos.

27.02.
Wegen Henriette in der “Schimpansenbar”. Verbrüderungsszenen im Keller, Whisky aus Schuhen, zuletzt wieder so eine dreiste Person rittlings auf mir. Nach heimischer Badewanne gesehnt (Eierlikör-Oberkörpereinreibung), später des Nachts urethrale Schikanen.

01.03.
Perfekter Tag. Spaet abends habe ich mir dann noch ein Käsebrot geschmiert und mich draufgesetzt. Viel Wein.

10.03.
Obsession beschlossen: ins Treppenhaus schleichen und das entblößte Gesäß an die Wohnungstuer gegenüber drücken. Der vergilbte Lack muss angenehm kühl sein. Wann werde ich es zum ersten einmal tun?

11.03.
Obsession ist Scheiße. Anlässlich eiliger Flucht vor Nachbarin vom eigenen Schlafrock zu Fall gebracht. Liegengeblieben, totgestellt. Tiefe Scham, später massives Trinken.

19.03.
Nachgedacht über Worte eines Freundes: “Die Sonne müsste Nachts scheinen, am Tage ist es doch sowieso hell.”. Wieder geweint. Rum.

04.04.
Allein im Haus. Vorsichtig Bällchen in alle Zimmer geworfen. Keine Reaktion. – Hastig getrunken, übergeben (5x).

09.04.
Zwecks Betrachtung des Sonnenunterganges Rangierbahnhof aufgesucht. Allergrößtes Mitleid für zwei alte D-Zugwagen auf dem Abstellgleis empfunden. Ihr Anblick ließ mich aufschluchzen und unter konvulsivischen Zuckungen Liter von Tränen vergießen. Erst lange nachdem man mich in eine Nachtbar fortgeschafft hatte und mir unter stetigem Einschenken gut zuredete, konnte ich nach und nach zur Ruhe kommen.

15.04.
Wieder “Schimpansenbar”. Auf der Heimfahrt vom Taxifahrer Nottaufe erhalten. Lange gemeinsam Mond betrachtet und Geld gezählt.

27.04.
Haydn gehört, Flaschen leer getrunken.

02.05.
Gestern im Ärztehaus. Drei Stunden in der falschen Arztpraxis gewartet, dann versehentlich Termine bei Heilgymnastin besorgt. Panik im Treppenhaus verursacht, Hausverbot in der Apotheke. Schändlich besoffen, beidseitiges Trommelfellflattern.

08.05.
Letzten Abend mit zwei Flaschen Chianti im Opernhaus, “Orpheus und Eurydike”, sehr geschimpft. Nichts ist so ekelhaft wie Knabensopran, darüber hinaus vehement bemängelt, dass Orpheus von einer Frau (Zarah Leander?) gesungen wird. Jede Kontrolle verloren, hinausgetragen worden. Überfallkommando, sehr verstimmt, Garderobenfrau wollte mich mit ihrer missratenen Tochter verkuppeln.

10.05.
Im Kino wieder zwei Finger abgestorben. Im Foyer Hans und Rose getroffen, die sich als Junge und Mädchen verkleidet hatten. Unguter Auftritt in der Bar, Notarztwagen.

14.05.
Mit Henriette weißen Rheinwein probiert. In Karohemden stundenlang an der Decke gekniet. Immer gesagt: “Aufpassen, dass sich nichts verschiebt. “(Ebenen!). Gegen Morgen heftige Önomanie. In der Notaufnahme Akten vernichtet.

29.05.
Gedicht geschrieben: “Managerschulung – ritsch ratsch reisele, geht die Welt im Kreisele”; Rotwein, in der Badewanne eingeschlafen, Prostataentzündung.

02.06.
Viel Gin auf Anraten Hansens, Wasserlassen klappt besser.

09.06.
Der Arzt macht mir Hoffnung; ich höre, wie die Urologen lachen. Heute zum ersten Mal versehentlich Wein in die Pfeife geschüttet.

12.06.
Es wird behauptet, ich hätte letzte Nacht versucht, im Schlafanzug den Straßenverkehr auf der Kreuzung zu regeln. Misstrauen, unsicher und verkrampft getrunken.

18.06.
Nervengeschichten … fremde Bohnen (sic!) sahen mich aus dem Spiegel an – unbedingt Abstinenz üben!

21.06.
Für diesen Satz hätte ich Karl May geliebt: “Winnetou starb, ließ sich jedoch nichts anmerken.” Etwas geweint, Brandy durch Strohhalm.

30.06.
Reimepos erwogen. Anfangs Lob der Frau, dann müsste Schilderung der Begegnung mit einem Nilpferd folgen oder Himmelfahrtswitz. Schlussformel könnte sein: “Und ein nackter Mann stand tumb dabei.” In der Küche vergeblich nach Cherry-Rest gesucht, daher “Schimpansenbar”. Halmasteinchen gekotzt, Personalausweis verkauft.

02.07
Stimme aus der Steckdose gehört. Werde ich wahnsinnig? Wein, Wein.

11.07.
Seit heute zwei Stimmen. Eine sagt “Puppenhuhn”, die andere “Paradieswurst”. Trotziges Trinken, aber doch Furcht.

12.07.
Wenn ich J.S. Bach wäre, würde ich folgenden Satz vertonen (Kantate): “Ich bleibe oft lange auf, trinke viel und schäme mich für alle”; elterliche Hausbar vorgeknöpft, wieder Notarzt.

17.07.
Nachmittags weinender Mann vor der Haustuer. Wehe, wehe, ich war es selbst. Strenger Cocktail, schließlich wieder Mut. Ab 20 Uhr wieder gewissenhaft getrunken. Wohin sind die Tage, wo Wasserlassen eine Selbstverständlichkeit war?

18.07.
Gegen Abend in völlig fremden Kleidern aufgewacht. Starker Wunsch, etwas über Hamster zu schreiben. Persiko-Trinkkur begonnen.

29.07.
Unleserliche Flammenschrift am Himmel; schon wieder diese Bolzen im Teppich. Eierlikör.

31.07.
Das Geräusch aneinanderklirrender Weinflaschen lockte mich gestern Abend in den Nachbargarten. Zunächst geduldet, trank ich allen süßen Wein. So wie ich aber anfing, den Nachbarn von Schrödingers Katze und den Wundern der Quantenwelt zu berichten (wobei ich bedauerlicherweise bis zum Ellenbogen im Dekolltee der Tochter des Hauses stecken blieb), warfen sie mich über die Hecke. Mildtätige Zwerge fanden mich und pflegten mich in ihrer Höhle gesund.

01.08.
Geträumt: nach 37 Jahren erstmals wieder aus dem Fenster geschaut. Die Landschaft hatte sich stark verändert, der Fluss trug sogar Koteletten.

05.08.
Mit Person, an die ich mich nicht erinnern kann (Henriette?, Hans?) irgendwie über Land gegangen. Wir liefen bergab durch Gärten hindurch. Oder dran vorbei. Wir legten uns nach reiflichen Überlegungen an den Straßenrand und versuchten zu sterben. Auf den Tod wartend schauten wir in die Luft. Die Fliegen flogen verkehrt herum und sahen aus wie große Damen. Auf dem Heimweg Glossolalie: indogermanische Trinklieder mit leicht schlüpfrigen Kehrreimen. Champagner!

23.08.
Heute den vierten Tag bei herabgelassenen Jalousien und Kunstlicht in der Wohnung, meist im Bett. Hatte mir große Inspiration von solcher Lebensweise versprochen (etwa wie H.P. Lovecraft), bis jetzt aber nur mit Voodoo-Puppen herumgefudelt. Rechter Hausschuh ins Klo gefallen. Danziger Goldwasser bis zum Erbrechen.

04.09.
Seit Wochen nur über moderne Physik und das Bermudadreieck gelesen. Spüre, wie mein Leben wieder einen Halt bekommt. Im Kaufhof haben sie neue Rolltreppen. Leberwerte verheerend. Am leicht geöffneten Fenster verbrachte ich im Clubsessel sitzend eine der glücklichsten Zeitspannen meines Lebens.

06.09.
Brief vom Wiener Verleger. Muss echt sein, Henriette sieht ihn auch. Einladung zur Lesung. Grosse Angst vor weiter Reise, “Mut angetrunken”, Rasierapparat und einzig gute Hose ruiniert.

12.09.
Eine Woche lang mit Henriette verreist gewesen. Nach der Rückkehr erfahren, dass wir in der Bretagne waren und nicht, wie ich irrtümlich annahm, in der Toskana. Wieso aber bekomme ich heute eine Ansichtskarte von uns aus Florenz? In Jeans Weindepot alle Reste ausgetrunken, nachdenklich.

14.09.
Sitze im Zug nach Wien. Henriette hat Affäre mit VHS-Kursleiter. Soll ich lieber in Wien bleiben? Habe mir elegantes Halstuch im Hemdkragen installiert. Markenwodka aus der Thermoskanne. Sehr weltmännisch, jedoch Fahrkarte verloren.

15.09.
Wieder zu Hause. Anzeigen wegen Schwarzfahrens, Beleidigung und Sachbeschädigung. Desolater Zustand. Versucht, von Streifenpolizisten erschossen zu werden. Nur Ohrfeige erhalten. Immerzu geschrieen: “Ich sterbe, ich sterbe!” Zur nächsten Lottoannahmestelle geschleppt, Magenbitter auf Kredit.

19.11.
Durch jenseitige Beeinflussung Schlager geschrieben: “Ball-a-Ball-a-Ball-Ball-a-Ball … (etc.), der Blumenhund anbei, so find ich euch, dem treff ich euermassen an (quella) – Kwu Kwaeck-Ball-a-Ball-a-Ball-a-Ball … (etc.) Und die Hirtenmädchen lesen: So bist du du du mit deinem Blarr Blamm Blumenhund (wiederholen)” Mit abnehmenden Flascheninhalt kristallisiert sich die Melodie heraus. Erregt, Zierleisten abgebrochen.

28.11.
Religiöser Exzess, Hausrat auf die Strasse gestellt. Schlaflos, brünstige Abstinenz.

29.11.
Zwangsvorstellungen bezüglich Nachfolge Christi sind abgeklungen. Viehisch besoffen.

01.12.
Unbekannte Frau in der Fußgängerzone verbot mir, in ihren Armen zu sterben. Wenig schöne Szene. Danach Glühwein und rücksichtslose Kirchenkritik auf dem Weihnachtsmarkt. Schürfwunden.

03.12.
Im Keller sitzen seit ein paar Tagen zwei alte Männer unter einer Abdeckplane und essen schreckliche Butterbrote. Zwischendurch gehen sie hinaus (in Unterhemden) und schlagen mit großen Hämmern auf die Treppe. Betroffenheit meinerseits, nicht länger vor marokkanischem Wein zurückgeschreckt. Wadenkrampf.

28.12.
Alkohol wirkt nicht mehr bei mir. Vor einer Stunde Gift genommen. Enttäuschung: es wirkt auch nicht, Scheiße!!

06 JulAlkohol-Barometer

Alkohol-Barometer

5 Halbe Bier
Fängt an zu lachen, redet gern und singt, Gesicht wird glänzend.

10 Halbe Bier
Lacht und grölt, Gesicht errötet stark, Augen werden größer.

15 Halbe Bier
Konzentration ausgeschaltet, Sprache sehr feucht und lallend, grinst nicht mehr, Augen wieder kleiner, aber glasig. Gangneigungswinkel 20 Grad.

20 Halbe Bier
Spricht alle Fremdsprachen, starker Speichelverlust, pißt fortwährend, Atem heiß und bläulich, bei offenem Feuer Explosionsgefahr.

25 Halbe Bier
Kennt keine Mitmenschen mehr, total gehbehindert, Hosenboden stark riechend, starker Speiseresteüberlauf.

30 Halbe Bier
Erwartet seinen nächsten Besuch auf der Intensivstation des Marienhospitals.

01 AprSchlafzimmergolf

Die Regeln des Schlafzimmergolfs:

1.Jeder Spieler sollte seine eigene Ausrüstung für das Spiel,
normalerweise einen Schläger und zwei Bälle bereitstellen.

2.Die Benutzung des Golfkurses muß vom Eigentümer des Lochs
genehmigt werden.

3.Anders als beim Golf im Freien, ist das Ziel, den Schläger ins
Loch zu bekommen und die Bälle draußen zu behalten.

4.Für ein erfolgreiches Spiel sollte der Schläger einen festen
Stiel haben. Kurseigentümern ist es erlaubt, die Stielhärte zu
überprüfen, bevor das Spiel beginnt.

5.Golfkurseigentümer behalten sich das Recht vor, die Schlägerlänge
zu beschränken, um Schaden am Loch zu vermeiden.

6.Das Ziel des Spieles ist es, so viele Schläge wie notwendig
auszuführen, bis das Loch voll und der Eigentümer zufrieden ist.
Das vorzeitige Abbrechen des Spiels kann dazu führen, daß dem Spieler
die Lizenz entzogen wird.

7.Es wird als unhöflich betrachtet, das Loch sofort bei der Ankunft
zu spielen. Erfahrene Spieler erforschen zuerst die Hügel und
Bunker des Golfkuses.

8.Spieler sind davor gewarnt, keine anderen Golfkurse zu erwähnen,
auf denen sie gespielt haben, oder gegenwärtig spielen. Es wird
berichtet, daß aufgebrachte Kurseigentümer die Ausrüstung des
Spielers aus diesem Grund beschädigt haben.

9.Bei vielen Kursen ist seit einigen Jahren ein Regencape als
Standardausrüstung erforderlich.

10.Spieler sollten nicht annehmen, daß der Kurs jederzeit spielbar
ist. Spieler könnten enntäuscht sein, wenn der Kurs vorläufig wegen
Wartungsarbeiten geschlossen hat. Es wird empfohlen, in einer solchen
Situation äußerst taktvoll zu sein. Fortschrittlichere Spieler finden
alternative Spiele.

11.Spieler sollten sicherstellen, daß ihr Spiel gut geplant ist,
besonders wenn sie einen neuen Kurs zum ersten Mal spielen.
Ehemalige Spieler können zornig werden wenn sie entdecken, daß
ein Anderer auf dem Golfkurs spielt, den sie für einen privaten
Kurs hielten.

12.Der Eigentümer des Kurses ist für das Beschneiden von Büschen
verantwortlich, die die Sichtbarkeit vom Loch reduzieren können.

13.Spielern wird unbedingt dazu geraten, die Erlaubnis vom
Eigentümer einzuholen, bevor sie versuchen den Golfkurs von hinten
zu spielen.

14.Langsames Spiel ist ratsam, jedoch sollten die Spieler darauf
vorbereitet sein, auf verlangen des Kurseigentümers das Tempo zu
erhöhen.

15.Es wird als eine hervorragende Leistung betrachtet, dasselbe
Loch mehrmals hintereinander in einem Spiel zu spielen, wenn es
die Zeit erlaubt.

14 DezUpgrade einer Frau

Letztes Jahr hat ein Freund von mir den Upgrade von Freundin 1.0 nach Ehefrau 1.0 vollzogen und dabei die Erfahrung gemacht, dass letztere Applikation extrem viel Memory verbraucht und nur sehr wenige System Ressourcen uebrig laesst. Nun fand er ueberdies noch heraus, dass diese Applikation zusaetzliche “Child”-Prozesse aufruft was natuerlich noch mehr der schon raren System-Ressourcen beanspruchen wird. Keines dieser Phaenomene wurde in der Produktbeschreibung oder der Anwenderdokumentation erwaehnt, wenn er auch bereits von anderen Anwendern darauf hingewiesen wurde dass dies aufgrund der Natur dieser Applikation zu erwarten waere. Nicht nur dass sich Ehefrau 1.0 schon beim booten einklinkt wo es saemtliche Systemaktivitaeten ueberwachen kann, musste er weiterhin feststellen, dass einige Applikationen wie Skatnacht 10.3, Besaeufnis 2.5 und KneipenNacht 7.0 ueberhaupt nicht mehr laufen. Das System stuerzt einfach ab, wenn er diese Anwendungen starten will (obschon sie frueher problemlos liefen).
Bei der Installation bietet Ehefrau 1.0 keinerlei Optionen, unerwuenschte Plug-Ins wie Schwiegermutter 55.8 oder Schwager Beta Release auszuschalten. Darueber hinaus scheint die System-performance jeden Tag mehr und mehr zu schwinden. Die Features, die er in der kommenden Version Ehefrau 2.0 gerne sehen wuerde waeren:
· 1. ein “Erinnere mich nie wieder” Button,
· 2. Minimize Button
· 3. Ein Uninstall Programm, das es ihm ermoeglicht, Ehefrau 2.0 jederzeit ohne Verlust von Cache oder anderer System-Ressourcen zu deinstallieren sowie
· 4. eine Option, den Netzwerk-Treiber im , Multitasking Modus zu starten um somit mehr aus der Hardware herauszuholen.
Ich persoenlich habe beschlossen, alle Kopfschmerzen mit Ehefrau 1.0 zu vermeiden und bleibe deshalb bei Freundin 2.0. Doch auch hier fand ich manche Probleme:
Zunaechst mal kann man Freundin 2.0 nicht einfach ueber Freundin 1.0 drueber installieren. Zuerst muss naemlich Freundin 1.0 sauber deinstalliert werden. Andere Anwender behaupten, dies sei ein bekannter Bug, dessen ich mir bewusst sein sollte. Offenbar verursachen beide Versionen von Freundin Konflikte beim gemeinsamen Verwenden der I/O Ports. Man muesste eigentlich meinen ein so dummer Fehler sollte mittlerweile behoben sein. Doch es kommt noch schlimmer: Der Uninstall von Freundin 1.0 laeuft nicht sonderlich zuverlaessig. Er laesst immer wieder unerwuenschte Rueckstaende der Applikation im System.
Eine anderes ernstes Problem: Alle Versionen von Freundin lassen in unregelmaessigen Abstaenden ein Hinweis-Fenster erscheinen, das mit einer laestigen Meldung auf die Vorteile des Upgrades auf Ehefrau 1.0 hinweist.
FEHLER WARNUNG!
Ehefrau 1.0 hat einen undokumentierten Bug: Wenn Sie versuchen, Geliebte 1.1 zu installieren bevor Ehefrau 1.0 deinstalliert ist, wird Ehefrau 1.0 alle MSMoney Dateien loeschen, bevor sie sich selbst deinstalliert. Danach wird sich aber Geliebte 1.1 nicht mehr installieren lassen wegen fehlender System-Ressourcen.
WORK-AROUND
Um den oben erwaehnten Bug zu umgehen, installieren Sie Geliebte 1.1 auf einem anderen System und stellen sicher, niemals einen Datentransfer – wie zum Beispiel LapLink 6.0 – laufen zu lassen. Seien Sie sich auch bewusst, dass gewisse Shareware Applikationen einen Virus enthalten koennten, der Ehefrau 1.0 infiziert.
Eine andere Moeglichkeit waere, Geliebte 1.0 ueber das UseNet unter anonymem Namen laufen zu lassen. Hueten Sie sich aber auch hier von Viren, die Sie versehentlich ueber das UseNet herunterladen koennten.