Es entbehrt schon einer Merkwürdigkeit, Witze als goldig zu bezeichnen, es sei denn, der Inhalt befasst sich mit Gold. Die Frage stellt sich allgemein, warum werden Menschen, Tiere oder Dinge als goldig bezeichnet, obwohl diese, nicht mal im entferntesten Sinne, mit Gold zu tun haben. “Ach, ist das Baby, aber goldig!” Wieso, es sieht eher rosig aus, aber goldig? Tatsächlich muss Gold auf die Menschen eine besondere Faszination haben, wenn es so oft im Sprachgebrauch vorhanden ist. Damit ist nun nicht ein Goldankauf gemeint, wo sich direkt mit dem Edelmetall beschäftigt wird. Es stellt sich natürlich die Frage, woher das kommt. So ziemlich jedem Menschen wird ein gewisses Glänzen in den Augen stehen, wird das Wort Gold auch nur ausgesprochen, auch wenn es sich dabei nur um Bruchgold handeln würde.
Ist nun ein Witz goldig, wird wohl eher niedlich damit gemeint sein, etwas zum Schmunzeln, wenn ein kleines Lächeln den Mund des Menschen umspielt und das Herz erwärmt, der den Witz gerade liest oder hört. Da gibt es noch genügend andere Beispiele, die mit Gold verglichen werden. So heißt es “wir sehen goldenen Zeiten entgegen” oder “etwas oder jemand ist Gold wert”. Doch in der Realität, wenn Gold wirklich gemeint ist, wie bei einem Goldankauf, wird darüber eher mit einer gewissen Sachlichkeit gesprochen, und es ist nicht mehr goldig, sondern eher kalt, wie sich das bei Edelmetall, ob Weißgold, Rotgold in Barren, als Schmuck oder als Bruchgold eben auch so anfühlt. Wie es gedreht oder gewendet wird, die Vergleiche mit Gold bleiben in und an sich, ein Paradoxon.
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